Paso-Peruano-Treffen am 23. Juli 2016 in Heidmoor/Schl.-Holst.

Mit der Fähre Glückstedt/Wischhafen ging es am Samstag Morgen bei herrlichem Sonnenschein auf die andere Seite der Elbe. Don Miguel (6 J.) konnte die Standzeiten gut in Gesellschaft seiner Oma Paloma (28 J.) und einer Portion Extraheu überbrücken und wir ließen uns derweil den Elbwind um die Nase wehen. Am Treffpunkt auf dem Hof von Jens und Birgit angekommen, stieß über den Landweg Kirsten mit ihrem Campechano (21 J.) dazu. Mangels Pferdeanhänger war dieser in einen offenen Viehanhänger gestiegen, in Südamerika übrigens eine sehr gebräuchliche Transportart!

Zusammen mit Jens auf Chacko (8) waren wir jetzt drei Reiter/innen auf Paso Peruanos . Paloma durfte sich in den Offenstall zurückziehen und Birgits Diamante (2 J.) muss noch ein paar Jahre warten bis er an an einem Paso-Peruano-Ritt teilnehmen kann. Eine Stunde erduldeten Pferd und Mensch auf idyllischen Waldwegen die akuten Bremsenattacken, aber wir wollten ja Sommer. Miguel hatte leider keine Fliegendecke, er war aber dafür in eine Insektenspraywolke gehüllt. Es war trotzdem ein toller Ritt in ruhigem Paso-Llano-Tempo. Zurück auf dem Hof gab es eine erfrischende Pferdedusche und für uns Reiter eine schmackvolle Mittagsmahlzeit. Unsere Paso-Peruano-Besitzerrunde wurde inzwischen durch Carolina, Joachim und Sandra ergänzt, die bei dem Ritt leider dieses Jahr nicht mitkommen konnten.



 

VFD-Nordseeheideritt am 2. September 2012

Reiten in einer gemischten VFD-Gruppe im Naturschutzgebiet Cuxhavener Küstenheiden

Voraussetzung ist selbstverständlich, dass alle Reiter Rücksicht auf einander nehmen und auch Absprachen über die Reit-Tempi machen. Ein Grundgedanke des VFD!
Martin Rühl als VFD-Rittführer hatte sich eine abwechslungsreiche Reitstrecke durch eine herrliche Landschaft bei idealen Wetter durch die Cuxhavener Küstenheiden mit Naturschutz-Gebiet und Wernerwald überlegt. Erfreulicherweise, weil recht selten, war auf dieser 20-km-Strecke nicht einmal Hufschutz erforderlich – bis auf ganz wenige Ausnahmen nur Naturwege pur.
Vom Treffpunkt Pferdehänger-Parkplatz in Cuxhaven-Sahlenburg machte sich um kurz nach 10 Uhr unsere bunt rassegemischte Gruppe korrekt im Verband nach StVO auf in einen unvergesslichen Reittag durch den Wernerwald in die Küstenheiden-Region. Martin und seine Frau Carmen führten die Gruppe mit einem Oldenburger und Deutschem Reitpferd an. Dazu Melanie Waldhofer auf ihrer Hannoveraner Stute und Carla Ehlers auf einer Lettin, die sie nach der Pause an ihren Vater Helmut abtrat. Werner Baeßler auf einem Araber-Berber bildetet die Verbindung zu einer Gruppe Paso-Peruano-Reitern mit Klaus Graef, Christa Schwarting, Sabine Steffens und Birgit Krohn. Ihr Mann Jens vervollständigte die Reitergruppe auf einer Araber-Stute. Beim Naturschutzgebiet stieß dann wie verabredet noch die Paso-Peruano-Reiterin Andrea Grundmann zu der VFD-Truppe. Das bot sich an, da sie ganz in der Nähe wohnt.
Nach Absprache zog das Reittempo der Voranreitenden auf ausgewiesenen Reitwegen mit Trab und Galopp ziemlich an, machte aber keine Probleme. Im Gegenteil: Die südamerikanischen Gangpferde hatten jetzt Abstand genug, ihre bevorzugte Geschwindigkeit zu gehen und konnten die vorn reitenden in deren Schrittpausen immer wieder einholen. Aufgrund dessen ergab sich zwischen den beiden Reitergruppen zeitweise ein ziemlich großer Abstand. Von Vorteil erwies es sich deshalb, dass der „Vermittler“ Werner auf seinem Araber-Berber, zwischen Trab- und Töltgruppe immer dafür sorgte, dass die Vorhut nicht in den unendlichen Weiten des Wegenetzes verschwand. Weil die beiden Gruppen immer wieder zusammenschlossen, war der Ausritt trotz der unterschiedlichen Reitweisen und Gangarten ausgesprochen harmonisch! Und wir haben auch tatsächlich eine Herde Koniks zusammen mit einer Herde Heckrindern beobachten können. Beweisfotos eingeschlossen...
Ein besonderes Lob geht an Ulli Leitz und ihrer Familie, die mit Claudia und Marco Senftleben zusammen auf deren Hof in Oxstedt ein hervorragendes Picknick mit Schnittchen und Apfelkuchen organisierten. Perfekt für eine 1-stündige Pause! Absatteln war selbstverständlich möglich und die Pferde hatten sehr gut vorbereitete Paddocks samt Wasser und Heu zur Verfügung.

Der Rückritt führte dann über eine weitere abwechslungsreiche Strecke durch die blühende Heide-Landschaft an einem sonnigen September-Sonntagnachmittag...

Text: Sabine Steffens
Fotos + Video: Martin Rühl